Die richtige Frage beim PSA-Kauf

Aufgrund vielseitiger Arbeitsbereiche und wechselnder Arbeitsfelder steigen die Ansprüche an die Schutzfunktionen von PSA. Multi-Risk-PSA liegt deshalb im Trend. Allerdings ist eine große Anzahl von Normen und Schutzfunktionen per se noch kein Qualitätsmerkmal. Es lohnt sich, genau zu prüfen, wo der Einsatz von Multinorm-Produkten sinnvoll ist und wann „der Spezialist“ gefragt ist.

Entscheidend: das jeweilige Einsatzgebiet

Lassen sich die Risiken am Arbeitsplatz exakt eingrenzen, so ist Spezialbekleidung in der Regel die bessere Wahl, denn sie bietet im Normalfall höheren Schutz vor der spezifischen Gefahr: Häufig bedient sie einen Schwerpunkt, d.h. 1-2 Normen in außergewöhnlich hohen Klassen, oder schützt nach einer speziellen Unterklasse.

Bei Einsatzgebieten mit mehreren Risiken ist nicht die Anzahl der Normen, die ein einzelnes Kleidungsstück erfüllt, die einzige Orientierungsgröße, sondern die Zusammenstellung der Schutzfunktionen.

Eine genaue Prüfung von Einsatzgebieten und Gefahrenquellen vor der Anschaffung der PSA ist unerlässlich. Entscheidend ist alleine der bestmögliche Schutz am jeweiligen Arbeitsplatz, nicht die Anzahl der Normen.

Daher lautet die richtige Frage nicht „wie viele Normen hat das Bekleidungsteil?“, sondern „wo soll die Bekleidung eingesetzt werden und wie gut und vor welchen Gefahren schützt sie?“.