NORMEN RETTEN LEBEN

Die Sicherheit unserer Kunden hat für uns oberste Priorität. Deshalb sind unsere Produkte stets nach aktuellsten Normen zertifiziert. Zusätzlich zu diesen gesetzlichen Vorgaben durchlaufen Rohware und Fertigteile verschiedene hausinterne Tests. Durch die Mitwirkung in Normierungsgremien und dank der Kooperation mit Fachhochschulen und Zertifizierungsinsitituten halten sich unsere Mitarbeiter immer auf dem Laufenden und bauen ihre Normenkompetenz immer weiter aus.

EN ISO 13688
(EN 340)


Allgemeine Anforderungen an PSA nach EN ISO 13688

EN ISO 13688 legt übergeordnete Bestimmungen für die Zertifizierung von PSA fest wie beispielsweise zum Thema Kennzeichnung, Alterung, Größendarstellung, Reinigung, Unschädlichkeit, Tragekomfort und Ergonomie.

 

Im Zusammenhang mit DIN EN ISO 13688 weisen wir als Konfektionär hochwertiger Schutzbekleidung darauf hin, dass diese Referenz-Norm nicht als solche von Zertifizierungsinstituten abgeprüft wird, sondern eine Richtlinie mit bestimmten allgemeinen Vorgaben darstellt. Geprüft und zertifiziert wird PSA-Bekleidung gemäß den konkreten Anforderungen an die spezifische Schutzleistung, welche in den jeweiligen Schutznormen definiert sind.

DIN IEC 61482-2
(DIN EN 61482-1-2; ENV 50354)


Schutzbekleidung gegen die thermischen Gefahren eines elektrischen Lichtbogens

Diese Schutzbekleidung schützt den Träger gegen die thermischen Auswirkungen eines elektrischen Störlichtbogens entsprechend dem geprüften Schutzniveau bzw. der Schutzklasse. Neben grundlegenden Anforderungen wird die Prüfung mit einem elektrischen Störlichtbogen gefordert. Die Prüfungen von Material und Kleidung erfolgt dabei entweder nach IEC 61482-1-1 (Bestimmung des ATPV-Wertes) oder nach IEC 61482-1-2 („Box-Test“). Vorgängernorm Boxtest EN 61482-1-2. Die geprüfte Schutzbekleidung ersetzt keine elektrisch isolierende Schutzkleidung, wie beispielsweise gemäß EN 50286:1999 „Elektrisch isolierende Schutzbekleidung für Niederspannungsarbeiten“. Der vollständige Personenschutz erfordert zusätzliche geeignete Schutzausrüstungen wie Schutzhelm/Visier, Schutzhandschuhe etc.

DIN EN ISO 11611
(EN 470-1)


Schutzkleidung für Schweißen und verwandte Verfahren

Diese Schutzbekleidung schützt den Träger gegen Schweißspritzer (kleine Spritzer geschmolzenen Metalls), kurzzeitigen Kontakt mit Flammen sowie Strahlungswärme aus einem elektrischen Lichtbogen. Sie bietet unter üblichen Schweißerbe-dingungen in begrenztem Maße elektrische Isolation gegenüber unter Gleichspannung stehenden, elektrischen Leitern, bis ca. 100 V. Diese Norm wird in zwei Klassen mit spezifischen Leistungs-anforderungen festgelegt (wobei Klasse 1 die niedrigere und Klasse 2 die höhere Anforderung beschreibt).

DIN EN ISO 11612
(EN 531)


Bekleidung zum Schutz gegen Hitze und Flammen

Diese internationale Norm legt Mindestanforderungen für Bekleidung zum Schutz vor Hitze und/ oder Flammen fest. In einem breit gefächerten Einsatzbereich kann der Träger auch konvektiver Wärme, Strahlungs- oder Kontaktwärme sowie Spritzern geschmolzenen Metalls ausgesetzt sein. Innerhalb der Norm definieren die Buchstaben A-F die Leistungsstufen in Bezug auf o.g. Schutzeigenschaften.

DIN EN 1149-5
(prEN 1149-5)


Elektrostatische Eigenschaften – Leistungsanforderungen an Material und Konstruktionsanforderungen

Diese Norm stellt die Anforderungen an Werkstoffe und Ausführung für elektrostatisch ableitfähige Schutzbekleidung dar, welche Bestandteil eines vollständig geerdeten Systems ist und zur Vermeidung von zündfähiger Entladung dient. Die Antistatikfunktion ist hier so definiert, dass durch sie das Risiko einer zündfähigen Entladung (Explosion) minimiert wird. In brennbaren Atmosphären, die mit Sauerstoff angereichert sind, kann es sein, dass diese Anforderungen nicht genügen. Schutzkleidung, die nach dieser Norm zertifiziert ist, gilt nicht als Schutz vor Netzspannungen.

DIN EN 50286


Elektrisch isolierende Schutzkleidung für Arbeiten an Niederspannungsanlagen

Diese Norm legt die Prüfverfahren und Leistungsanforderungen von Schutzbekleidung für Arbeiten unter Spannung oder in der Nähe von unter Spannung stehenden Leitungen bis 500 V Wechselspannung bzw. 750 V Gleichspannung (z.B. Niederspannungsanlagen, Niederspannungsfreileitungen) fest. Diese Schutzkleidung soll den Durchgang elektrischen Stroms verhindern, wenn der Träger mit unter Spannung stehenden Leitungen/Elementen in Berührung kommt. Tritt in den drei Prüfungen 1. unter trockenen und 2. unter feuchten Bedingungen und 3. nach Beregnung kein Durchschlag oder Überschlag auf, hat das Material bestanden. Getestet werden auch Atmungsaktivität, Zugund Reißkraft sowie Verhalten bei begrenzter Flammenausbreitung.

DIN EN 61340


Schutz von elektronischen Bauelementen gegen elektrostatische Phänomene

Schutzbekleidung mit dieser Norm eignet sich für die Fertigung von Produkten, die empfindlich sind gegen Entladungen von 100 V oder mehr. Personen mit ESD-Schutzbekleidung schützen so Produkte in der Fertigung vor elektrischen Entladungen, die von nicht ESD-tauglicher Bekleidung z.B. durch Reibung oder Influenz (Magnetfeld, Feldeinwirkung) und/oder Materialtrennungen entstehen kann, und verhindern so eine Beschädigung des Bauelements.

DIN EN 13034 Typ 6


Schutzbekleidung gegen flüssige Chemikalien, Leistungsanforderungen an Chemikalienschutzbekleidung mit eingeschränkter Schutzleistung gegen flüssige Chemikalien

Diese Norm legt Mindestanforderungen an Chemikalienschutzbekleidung mit eingeschränkter Schutzwirkung einschließlich wiederverwendbarer Schutzbekleidung fest. Chemikalienschutzbekleidung mit eingeschränkter Schutzwirkung ist für die Verwendung in Fällen einer möglichen Exposition gegenüber leichter Chemikalienversprühung, flüssigen Aerosolen oder mit niedrigem Druck auftreffenden Spritzern geeignet.

DIN EN ISO 20471
(DIN EN 471)


Warnschutzbekleidung – Prüfverfahren und Anforderung

DIN EN 20471 legt die Anforderungen an Schutzbekleidung fest, die die Anwesenheit des Trägers visuell signalisiert. Dies geschieht mit der Absicht, ihn in gefährlichen Situationen bei allen möglichen Lichtverhältnissen am Tage sowie beim Anstrahlen mit Fahrzeugscheinwerfern in der Dunkelheit auffällig zu machen. In dieser Norm sind Leistungsanforderungen an die Farbe und die Retroreflexion festgelegt sowie auch die Mindestflächen und die Anforderung an die Materialien selbst in der kleinsten Kleidergröße.

DIN EN 343


Schutzkleidung – Schutz gegen Regen

Festlegung von Anforderungen und Prüfverfahren für Materialien und Nähte von Schutzbekleidung gegen den Einfluss von Niederschlag (z. B. Regen, Schneeflocken), Nebel und Bodenfeuchtigkeit. Zu prüfen und auf dem Etikett anzugeben sind die Eigenschaften Wasserdichtheit und der Wasserdampfdurchgangswiderstand. Die unterschiedlichen Klassen des Wasserdampfdurchgangswiderstandes zeigen auch eine Empfehlung für die Tragedauer in unterschiedlichen Umgebungstemperaturen.

EN 13758-2


Schutzeigenschaften gegen ultra-violette Sonnenstrahlung - EN 13758 Teil 1: Prüfverfahren der Bekleidungstextilien, EN 13758 Teil 2: Klassifizierung und Kennzeichnung von Bekleidung

Die Europäische Norm 13758-1 definiert das Verfahren zur Bestimmung der Durchlässigkeit der ultravioletten Sonnenstrahlung für Textilien, während EN 13758-2 die Klassifizierung und die Kennzeichnung der Bekleidung festlegt. Da Sonnenstrahlung Hautschäden verursacht, sind nur bedeckte Flächen geschützt vor UV-A- und UV-B-Strahlen.

DIN EN 342


Schutzbekleidung zum Schutz vor Kälte

Diese Norm legt die Prüfverfahren und Leistungsanforderungen von Schutzbekleidung gegen Kälte von -5 °C und darunter fest. Geprüft werden die Wärmeisolation und die Luftdurchlässigkeit der Bekleidung. Das Prüfergebnis sagt aus, wie lange sich der Träger der Schutzbekleidung bei welcher Temperatur bei stehender Tätigkeit oder mit leichter und mittlerer Bewegung aufhalten kann. Die Einteilung erfolgt in fünf Klassen, wobei Klasse 1 der schwächsten Leistung und Klasse 5 der besten Leistung entspricht.

DIN EN 14058


Schutzbekleidung – Kleidungsstücke zum Schutz gegen kühle Umgebungen

Diese europäische Norm legt die Anforderungen an und die Prüfverfahren für die Gebrauchseigenschaften von Kleidungsstücken zum Schutz des Körpers gegen kühle Umgebungen fest. Einsatz der geprüften Kleidung in Umgebung von Lufttemperatur, die -5*C und höher ist. In der Kennzeichung muss die Klassifizierung des Wärmedurchgangs-widerstandes angegeben sein.

DIN EN 511


Schutzhandschuhe gegen Kälte

Diese Norm legt die Prüfverfahren und Leistungsanforderungen von Schutzhandschuhen gegen Kälte fest. Gemessen werden die Isolierfähigkeit des Materials bei Kontakt, der Widerstand gegen nach und nach eindringende Kälte und der thermische Widerstand bei direktem Kontakt mit einem kalten Gegenstand. Der 3-stellige Code neben dem Normenpiktogramm zeigt die Leistungsstufen an, wobei 0 der schwächsten und 4 der höchsten Leistung entspricht. Die Wasserfestigkeit wird mit zwei Leistungsstufe definiert: 0 = Wasserdurchdringung nach 30 Min., 1 = Keine Wasserdurchdringung nach 30 Min.

DIN EN 407


Schutzhandschuhe gegen thermische Risiken

Schutzhandschuhe, die nach dieser Norm geprüft sind, schützen vor Hitze und/ oder Feuer. Die Norm bietet sechs Prüfmöglichkeiten: Brennverhalten, Kontaktwärme, konvektive Wärme, Strahlungswärme, kleine Spritzer geschmolzenen Metalls und größere Mengen flüssigen Metalls. Die konkrete Schutzleistung hängt davon ab, welche Prüfung bei der Zertifizierung durchgeführt und welche Leistungsstufe erreicht wird, wobei 1 die niedrigste und 4 die höchste Leistungsstufe darstellt. „X“ bedeutet nicht geprüft, „0“ bedeutet: unterhalb der Mindestanforderung.

DIN EN 388


Schutzhandschuhe gegen mechanische Risiken

Diese Norm legt die Prüfverfahren und Leistungsanforderungen von Schutzhandschuhen gegen mechanische Risiken fest. Sie bietet vier Prüfmöglichkeiten: Abriebfestigkeit, Schnittfestigkeit, Weiterreißkraft und Durchstichkraft. Die konkrete Schutzleistung hängt davon ab, welche Prüfung bei der Zertifizierung durchgeführt und welche Leistungsstufe erreicht wird, wobei 1 die niedrigste und 4 die höchste Leistungsstufe darstellt. „X“ bedeutet nicht geprüft, „0“ bedeutet: unterhalb der Mindestanforderung.

DIN EN ISO 20345


Persönliche Schutzausrüstung – Sicherheitsschuhe

Diese Norm legt Grundanforderungen und freiwillige Zusatzanforderungen an Sicherheitsschuhe für allgemeine Zwecke fest wie beispielsweise mechanische Risiken, Rutschhemmung, thermische Risiken und ergonomische Merkmale. Die Buchstaben SB bzw. S1 bis S5 kennzeichnen die erfüllten Anforderungen.

DIN EN 166


Persönlicher Augenschutz

Diese Norm legt funktionelle Anforderungen für unterschiedliche Arten persönlicher Augenschutzgeräte fest und enthält Grundanforderungen für alle Augenschutzgeräte wie zum Beispiel zu Größe des Mindestgesichtsfelds, Entflammbarkeit, UV-Beständigkeit oder zum Schutz gegen Staub, Flüssigmetallspritzer und Lichtbögen. Die Norm gilt für alle Arten von persönlichen Augenschutzgeräten gegen verschiedene Gefahren wie sie in der Industrie oder in Laboratorien auftreten.

DIN EN 171


Persönlicher Augenschutz/Infrarotschutzfilter

Diese Norm legt Schutzstufen und Transmissionsanforderungen für Infrarotschutzfilter fest. Die in dieser Norm festgelegten Filter sind nicht brauchbar für die (in)direkte Beobachtung elektrischer Lichtbögen.

DIN EN 397


Industrieschutzhelme

Industrieschutzhelme sind in erster Linie dazu bestimmt, dem Träger Schutz vor fallenden Gegenständen und deren Konsequenzen, wie Gehirnverletzung und Schädelbruch, zu bieten. Diese europäische Norm legt allgemeine Anforderungen, Prüfverfahren und Prüfbedingungen sowie Anforderungen an die Schutzfunktion (zum Beispiel Stoßdämpfung und Durchdringungsfestigkeit) von Industrieschutzhelmen fest.

DIN EN 61482-1-2


Schutzbekleidung gegen die thermischen Gefahren eines elektrischen Lichtbogens

Prüfverfahren sind der Box-Test, wo mittels eines grichteten Lichtbogens die Schutzleistung von Material und Bekleidung geprüft wird (Klasse 2 = höherer Schutz), sowie die Prüfung der Wärmebeständigkeit von Material und Bekleidung unter Ermittlung des ATPV-Wertes (Arc Thermal Performance Value).

REINHEITSKLASSEN

Je nach Modellverarbeitung werden vom fertigen Produkt andere Reinraumklassen erreicht. Produktionsbedingt muß die Reinraumeignung der fertigen Bekleidung vor Einsatz durch einen geeigneten Wäschereidienstleister hergestellt werden.

Der Reinraum ist ein Raum unter kontrollierter Atmosphäre (Filtration, Überdruck), in welchem die Kontamination so weit wie möglich vermindert wird. Die Reinheitsklasse eines Reinraumes wird über die Messung der Partikelkonzentration der angegebenen Partikelgrößen in der Luft ermittelt. Anhand der Ergebnisse ist erkennbar, ob die Partikelkonzentrationen die Grenzkonzentration der jeweiligen Partikelgrößen nicht überschreiten und dadurch lassen sich die Reinheitsklassen ermitteln.

Es gibt je nach Norm unterschiedliche Einteilungen der Reinheitsklassen, die aber gewisse Beziehungen zueinander aufweisen. Nachfolgend werden die beiden üblichen Standards dargestellt.